JuliePanorama
Erkenne das Panorama

Julie Fricke 

Die Kraft und den Stolz den Tiere ausstrahlen, die Sanftmütigkeit, die Liebe und Leichtigkeit haben mich schon ganz früh in meinem Leben fasziniert. Ich war immer eines dieser Kinder, die jeden dazu überredet hat mit ihm Pferd, Hund oder Löwe zu spielen. Ich bin im Kindergarten und der Grundschule auf dem Boden rumgekrabbelt und habe Tiergeräusche nachgemacht. Und wahrscheinlich haben mich viele auch für ein wenig verrückt gehalten. Aber ist es nicht so, dass man schon im Kindesalter sieht welche Leidenschaft von Beginn an in einem schlummert. Ich konnte mit jedem noch so "bösartigem" Hund kuscheln und habe jeden Flegel dazu bekommen ohne Leine mit Freude bei mir zu bleiben. Meine ersten Erfahrung mit Pferden habe ich zwar erst mit neun Jahren gemacht, allerdings hat auch diese Kommunikation sofort funktioniert. Wie ich mit den Tieren damals agiert habe, war rein intuitiv. Ich habe jede noch so kleine Reaktion des Tieres beobachtet und dann wenn nötig einen neuen Weg der Kommunikation gewählt. 

Heute lerne ich viel aus Büchern und von diversen Trainern. Bei der Wahl meiner Coaches achte ich darauf aus allen Sparten der Reiterei und Hundeerziehung zu wählen. Ich möchte so viele verschiedene Eindrücke und Arbeitsweisen wie möglich kennen um dann den für mich und meinen tierischen Partner besten Weg wählen zu können. 


Meine Tiere

Meine Hunde helfen mir bei der Arbeit, aber immer nur soweit, dass es für sie nicht gefährlich werden kann.

 

Pancho

Mein erster eigener Hund. Ein 2009 geborener Australian Cattle Dog, der mir heute noch so einiges an Grübeleien beschert. Als Welpe von fünf Monaten kam er von einem Schäfer zu mir, mit der Bemerkung: "Der taugt nicht zum hüten also entweder du nimmst ihn oder er landet im Tierheim." Ich war damals grade 16 geworden und habe mich unsterblich in diesen zurückhaltenden kleinen Fratz verliebt. Ich habe jede freie Minute mit ihm verbracht und auch heute begleitet er mich tagtäglich. Zwar zeigt er langsam die typischen Altersbeschwerden aber trotzdem unterstützt er mich immer noch bei der Resozialisierung  anderer Hunde.

Er ist vom Charakter her ein typischer Cattle Dog: Mit dem Kopf durch die Wand, wenn Herrchen das möchte. Dem Boss jeden Wunsch von den Lippen ablesen und wenn man sich mal verliest; egal die Auffgabe wird trotzdem durchgezogen. Erziehung von anderen Hunden ist sein Steckenpferd. Ein richtiger Hausmeister Krause, der jeden gesund zurechtweist, der Unruhe stiftet.

Da er mit Kindern sehr gut umgeht, kann er hier auch bei Angstverhalten und Unsicherheit weiterhelfen. Dass er mit dem Menschen sehr sensibel ist, erkennt man an seiner austruksstaken Kommunikation. Denn er weiß, dass nur die wenigsten Menschen ihn auch "leise sprechend" verstehen würden.

 

Daisy

Sie ist Panchos Jungbrunnen. Die kleine Jack Russel Hündin wurde Anfang 2018 geboren und verursacht regelmäßige "Oh-wie süß" Ausrufe bei Menschen, die uns begegnen. Sie ist typisch ihrer Rasse sehr quirlig und hat eine extrem schnelle Reaktionszeit. Trotzdem weiß sie wie man sich auch mal richtig entspannt und steht somit in einem perfekten Gleichgewicht. Da sie von Pancho gelernt hat fremden Menschen gegenüber eher zurückhaltend zu reagieren und durch ihre kleine Körpergröße auch bei der Arbeit mit anderen Hunden nur geringfügig geeignet ist unterstützt sie mich vorrangig beim Hund-Pferd-Training.

Sie übernimmt die Desensibilisierung am Pferd und erziehlt gute Erfolge beim Ablegen der Berührungsängste. Außerdem kann sie beim Schrecktraining eingesetzt werden, da sie auch mit Anwesenheit eines Pferdes und sogar vom Pferderücken aus jeden Befehl zuverlässig ausführt. Somit ist es zum Beispiel möglich Daisy in der Zirkelmitte abzulegen und das Pferd um sie herum gehen oder gar galoppieren zu lassen. Allein die Anwesenheit eines entspannten Hundes kann Wunder wirken weshalb sie bei den meisten Übungseinheiten dabei ist.


Stella

Mit 28 Jahren konnte ich endlich meinen Traum verwirklichen und mein erstes eigenes Pony zu mir holen. Stella war meine Reitbeteiligung in der Studienzeit und hieß damals Schnitzi (Schnitzel). Sie wurde als unreitbar mit ca. 7 Jahren an meine damalige Reitlererin Denise abegeben. Sie hat sie so gut trainiert, dass sie daraufhin mehrere Jahre brav im Reitunterricht lief. Selbst Kleinkinder konnte man bedenkenlos auf ihren Rücken setzen. Stella und ich sind in der Zeit zu einem richtig guten Team zusammengewachsen. Dann trennten sich unsere Wege. Ich zog nach Ulm und Stella blieb in Darmstadt. Um so glücklicher war ich, als Denise mir drei Jahre später anbot, dass ich Stella übernehmen könnte. Natürlich habe ich mich sofort auf die Suche nach einem geeigneten Platz für die Kleine gemacht und bin in Dellmensingen fündig geworden. Stella steht jetzt in einem Offenstall und genießt die Zeit in ihrer kleinen Herde.  

Ich denke das zwei Seelen die einmal verbunden waren immer zu einander ziehen egal wie weit weg und lange man auch getrennt ist und im Fall Stella und mir führte die Anziehungskraft dazu, dass wir nach Jahren endlich wieder vereint wurden. 



Mo (war vor Stella drei Jahre mein Pflegepferd)

Das erste Treffen mit ihm hat mich ins Staunen versetzt. Er war so ruhig und sein weißes Fell hatte diese kleinen braunen Pünktchen. Einfach ein wunderschönes Tier mit einer Gelassenheit die fast greifbar war. Die nachfolgenden Tage mit ihm waren ernüchternd. Am Anbindeplatz konnte er keine Minute still stehen, er attackierte andere Pferde, die ihm zu Nahe kamen und hatte neben Sattelzwang einen stark ausgeprägten unteren Halsmuskel. Dies waren zwar keine gravierenden Ausmaße allerdings hatte ich mir zum Ziel gesetzt ihm zu helfen, zu der Ruhe zu kommen, die er in seiner Paddock Box hatte. Um das zu erreichen musste ich sein Selbstvertrauen schulen. Nach nur einem Jahr konnte er mit mehreren Pferden ruhig in der Halle geritten werden und hat, dank der Unterstützung meiner Tierheilpraktikerin, Feodorah, mir die Möglichkeit gegeben seine Körperbalance zu fundieren, was ihm wiederum Selbstvertrauen und die Angst vor dem Umfallen genommen hat. Mit seiner Hilfe konnte ich meine ganz persönliche Arbeitsweise ausarbeiten.




Arbeitsweise

Ich arbeite vorwiegend mit einer Kombination aus Stimme, Körpersprache und Energie. Jedoch ist es, bei jedem Pferd, mein Ziel diese Kommunikation auf ein minimum zu reduzieren. Jeden Trick den meine Hunde gelernt haben, verstehen Sie nicht nur über Stimme sondern auch über ein genau positioniertes Hand- oder Körperzeichen (im Verwirrungsfall, Handzeichen Platz und Sprache Sitz, reagieren die meisten Hunde eher auf die Körperzeichen). Diese Zeichen sind nicht zu verwechseln mit der Körpersprache. Der entscheindende Unterschied ist nämlich: Beim Kommando/Zeichen/Hilfe kann ich die physische Körperhaltung meines Tieres ändern, sobald es das Kommando gelernt und verstanden hat. Die Körpersprache kann ich bei einem, vollkommen vom Menschen unberührten, Pferd oder Hund anwenden. Wenn meine Körpersprache und meine Energie / innere Einstellung klar ist, verändert es nicht nur die physische sondern auch die psychische Haltung des Tiers.

Somit arbeite ich zu Beginn der Ausbildung auf die natürliche Weise wie Tiere kommunizieren: Mit der Körpersprache und der Energie. Erst in der fortgeschrittenen Ausbildung kommen Hilfen und Kommandos dazu um weiter zu fördern.

Alles im Einklang kann das Tier verstehen und entsprechend reagieren. 

Der Alltag mit meinen Tieren

Meine Hunde leben mit mir im Haushalt und haben deshalb die Rolle des Gefährten. Sie sind darauf trainiert und erzogen worden, mich in meinem Alltag zu begleiten. Ich nenne das oft, Alltagstauglichkeit. Sie sind den größten Teil des Tages bei mir. Ob bei der Arbeit, in der Freizeit oder Abends beim entspannen. 

Ich gehe mit ihnen in der Stadt shoppen, ohne gekläffe oder Leinengezerre. Der Weg von der Stadtwohnung zum Auto verläuft grundsätzlich im Fuß, wobei ich mich voll und ganz auf das tragen meiner Taschen konzentieren kann, denn meine Hunde laufen ohne meine aktive Einwirkung mit. Ich kann mich gemütlich in ein Café setzen und weiß, dass meine Hunde unter dem Tisch eingeschlafen sind oder entspannt die Umgebung beobachten. Natürlich kann ich sie auch getrost ohne Leine im Stall dabei haben, ohne dass sie Katzen jagen, andere Hunde oder gar die Pferde belästigen. Ich kann sie sogar mit zum Ausreiten nehmen und ihnen von oben aus alle Kommandos geben, die sie auch vom Boden aus kennen. 

Weil das mein Verständnis für den Begriff „alltagstauglicher Hund“ ist.

Einmal die Woche helfe ich im Tierheim Ulm bei dem Projekt die-zweite-Chance mit. Um mehr über unsere Arbeit dort zu erfahren, empfehle ich euch einfach mal auf die Homepage zu gehen.

Bei der Arbeit mit Pferden kombiniere ich verschiedene Reit-/Arbeitsweisen, die zusammen und zu dem jeweiligen Pferd passen. Wie z.B. Klassische Bodenarbeit mit Dressur oder Horsemanship und Freiarbeit. Wie ich kombiniere hängt natürlich vom Pferd ab, aber es muss nicht immer kombiniert werden. Da Stella, als ich sie bekommen habe, nicht ausreichend bemuskelt war um mich lange tragen zu können, setzte ich mir zum Ziel sie schonend wieder aufzutrainieren und mit Hilfe meiner Tierheilpraktikerin Feodorah, auch die Organe zu stärken.

Zu Beginn war ich mit ihr und den Hunden nur im Schritt spazieren. Nach und nach baute ich dabei immer wieder leichte Trainingseinheiten und kurze Trabeinheiten vom Boden aus ein. Bei Massagen wurden die Muskeln gelockert und beim Spazieren gehen immer wieder das Treten unter den Schwerpunkt geübt. Nach und nach wurden die Trainingseinheiten länger und ich ritt sie auch wieder regelmäßiger. Um die Arbeit und auch Belastung nich einseitig zu gestalten wechsle ich immer wieder zwischen Reiten und Bodenarbeit und auch die Übungen innerhalb der Trainingseinheiten. Seit dem sie einen Sattel bekommen hat steigern wir die Intensität des Trainings immer weiter. Natürlich nur so viel wie sie Ausdauer und Kraft hat. Wie schnell wir Fortschritte machen hängt davon ab wie gut ich ihr zuhöre und auf ihre Bedürfnisse reagiere.

Stella und ich besuchten einen Hufkurs zusammen, damit ich die regelmäßige Hufpflege bei ihr selbst machen kann. Generell möchte ich mit ihr noch mehr Seminare besuchen. Einmal um zu lernen und weil es einfach Spaß macht mit ihr neue Aufgaben zu bewältigen und gemeinsam Hürden zu überwinden.


Trainer die mich geprägt haben

Denise Weith

 Meine erste Reitlehrerin, die einen großen Teil meines reiterlichen Fundaments mit gestaltet hat. Sie hat mir Haltung und die angestrebte Form des Pferde beigebracht. Von Ihr konnte ich auch viel über den Bewegungsapparat des Pferdes lernen und wie ich auch auf einem Pony, in dem Fall war es Stella, ohne Sattel viele Dressurlektionen reiten kann und dabei auch noch passabel aussah. Ihr schönstes Lob war: "Sehr gut, das sieht ja fast so aus wie bei mir." 

Danke für deine Geduld, dass du Stella und mich zusammen gebracht hast und dass ich dich zu meinen Freunden zählen darf.


Feodorah Wagner

 Meine Lehrerin in Sachen klassische Bodenarbeit und meine Tierheilpraktikerin. Von ihr durfte ich damals nicht nur die Handhabung mit dem Kappzaum lernen sondern auch vieles über Verspannungen und Massagen am Pferd. Im Laufe der Zeit sind wir gute Freunde geworden und ich möchte sie an meiner Seite nicht missen.

Danke, dass du mir von Anfang an so freundlich und offen entgegengetreten bist und mich auch heute immer noch auf meinem Weg begleitest. 


Gudrun Feltmann

Eine hoch empathische Hunde- und Katzenlehrerin, die Ihre Arbeitsweise wissenschaftlich fundieren kann und anhand mehrerer Studien die natürliche Kommunikation unter Wölfen, Dingos und Hunden beobachten konnte. Ihre Arbeitsweise spiegelt sich in vielen meiner Trainingseinheiten wider, da ich das Glück hatte bei ihr lernen und mein Wissen erweitern zu dürfen.

Ich danke dir für deine Gelassenheit und, dass du mir, mit deiner Ausbildung, den Weg zum Tierlehrer eröffnet hast.


Mein Lehrer im Glücklichsein ist meinen Lebensgefährte.

Danke, dass du für mich da bist, hinter mir stehst und mich unterstützt. Ich bin stolz an deiner Seite zu sein.